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Evidenz-Check: hsCRP im Kontext von longevity

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Evidenz-Check: hsCRP im Kontext von longevity

HsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für systemische Entzündungen niedriger Intensität. Im Longevity-Kontext wird es als Indikator für „Inflammaging“ diskutiert – die chronisch-entzündliche Begleiterscheinung des Alterns. Epidemiologische Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen erhöhtem hsCRP und kardiovaskulären Ereignissen sowie Gesamtmortalität. Allerdings ist hsCRP unspezifisch: Akute Infekte, Rauchen, Adipositas oder Stress können Werte kurzfristig anheben. Ein einzelner Messwert aus einem Heimtest (z. B. MyBody-X Bluttest) liefert daher nur eine Momentaufnahme, keine verlässliche Risikoprognose für Langlebigkeit. Die Evidenz für hsCRP als direkten Longevity-Marker ist moderat – starke Assoziationen gibt es für Herz-Kreislauf-Risiko, aber nicht für biologische Alterung per se. Wer hsCRP im Rahmen eines Longevity-Checks nutzen möchte, sollte mehrere Messungen im Abstand von Wochen durchführen, Störfaktoren dokumentieren und die Ergebnisse mit einem Arzt besprechen. Ohne klinische Einordnung kann der Wert irreführend sein. MyBody-X bietet hsCRP in manchen Stoffwechselanalysen an, jedoch ohne spezifische Longevity-Interpretation. Fazit: hsCRP ist ein nützlicher, aber limitierter Baustein – kein Alleinstellungsmerkmal für Langlebigkeit.

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