Hair loss kann viele Ursachen haben – von genetischer Veranlagung über Hormone bis zu Nährstoffmängeln. Der Körper benötigt für gesundes Haarwachstum unter anderem Eisen, Zink, Vitamin D, B-Vitamine (besonders Biotin) und Proteine. Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann zu vermehrtem Haarausfall beitragen, insbesondere bei Eisenmangel (Ferritin <30 ng/ml) oder Vitamin-D-Defizit. Allerdings ist die Evidenz für einzelne Supplemente oft schwach: Studien zeigen z. B. für Biotin nur bei nachgewiesenem Mangel einen Effekt. Auch Schilddrüsenstörungen (z. B. Hashimoto) oder hormonelle Veränderungen (z. B. bei PCOS) können eine Rolle spielen. Gentests auf Haarausfall (z. B. Androgenrezeptor-Gen) liefern Hinweise, aber keine definitive Diagnose. Die meisten kommerziellen Tests überschätzen die klinische Relevanz. Fazit: Bei diffusem Haarausfall sollte ein Arzt zunächst Blutbild, Ferritin, Vitamin D, TSH und Zink prüfen. Ohne gesicherten Mangel bringt Nahrungsergänzung meist nichts. Die Evidenz für „Haarausfall-Gene“ ist überwiegend mechanistisch oder aus GWAS, aber nicht ausreichend für personalisierte Therapie.
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