Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und kein direkter Stressmarker. Chronischer Stress kann über die Aktivierung von Entzündungswegen (z. B. über IL‑6) die Hepcidinproduktion steigern, was die Eisenfreisetzung aus den Speichern hemmt und langfristig zu einer funktionellen Eisenverarmung führen kann – selbst bei normalen Ferritinspiegeln. Allerdings ist die Datenlage zur direkten Wirkung von Ferritin auf die Stressregulation dünn. Ein erhöhter Ferritinwert kann auch auf Entzündungen, Infektionen oder Leberschäden hinweisen, nicht nur auf eine gute Eisenversorgung. Bei Stresssymptomen sollte man daher nicht isoliert Ferritin betrachten, sondern ein umfassendes Blutbild (inkl. CRP, Cortisol, Eisenstatus) ärztlich abklären lassen. Die Evidenz für eine direkte ‚Stresshilfe‘ durch Ferritin ist schwach und basiert eher auf indirekten Zusammenhängen. Cave: Ferritin als alleiniger Biomarker für Stress ist nicht geeignet.
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