Die Frage, ob FADS1 bei Blutzucker helfen kann, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. FADS1 kodiert für eine Delta-5-Desaturase, die an der Synthese mehrfach ungesättigter Fettsäuren beteiligt ist. Einige populationsbasierte Studien (z. B. GWAS) haben Assoziationen zwischen FADS1-Varianten und Nüchternblutzucker, Insulinresistenz oder Typ-2-Diabetes-Risiko gefunden. Die Effekte sind jedoch klein, stark von der Fettsäurezufuhr abhängig und nicht ausreichend repliziert, um klinische Handlungsempfehlungen zu rechtfertigen. Der von MyBody-X angebotene DNA-Test kann solche Varianten identifizieren, aber die Interpretation als „hilfreich für Blutzucker“ ist irreführend, solange keine randomisierten Interventionsstudien einen kausalen Nutzen belegen. Ernährungsempfehlungen auf Basis eines einzelnen Gens sind derzeit nicht evidenzbasiert. Stattdessen sollten bewährte Maßnahmen wie ballaststoffreiche Kost, Bewegung und Gewichtskontrolle priorisiert werden. Ein Arzt oder Ernährungsfachmann kann bei der Einordnung helfen.
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