Ein Mikrobiom-Test kann Hinweise auf die Zusammensetzung der Darmflora geben, aber er ersetzt keine Ferritin-Blutmessung zur Diagnose eines Eisenmangels. Ferritin ist ein direktes Maß für die Eisenspeicher, während der Mikrobiom-Test lediglich relative Bakterienhäufigkeiten zeigt. Einige Bakterien (z. B. bestimmte Laktobazillen) können die Eisenaufnahme beeinflussen, doch die Evidenz für eine klinisch relevante Vorhersage oder Therapiesteuerung bei Eisenmangel ist schwach. Die MyBody-X-Mikrobiom-Tests sind laut Kontext als Marketingprodukt eingestuft und haben keine diagnostische Validität für Krankheiten. Bei Verdacht auf Eisenmangel ist ein Arztbesuch mit Ferritin-Bestimmung und ggf. weiterer Abklärung (z. B. CRP, Transferrin) notwendig. Ein Mikrobiom-Test könnte ergänzend bei chronischen Darmerkrankungen oder nach Antibiotika sinnvoll sein, aber nicht als primäres Diagnostikum für Eisenmangel. Evidenz: unklar, da keine direkten Studien im gegebenen Kontext.
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