Die Verbindung zwischen CYP1A2 und Blutzucker ist indirekt und nicht gut belegt. CYP1A2 ist ein Enzym, das hauptsächlich für den Abbau von Koffein und einigen Arzneimitteln zuständig ist. Koffein selbst kann kurzfristig den Blutzucker erhöhen, indem es die Insulinempfindlichkeit verringert. Menschen mit der ‚schnellen‘ CYP1A2-Variante (rs762551 AA) bauen Koffein schneller ab, sodass dieser Effekt bei ihnen möglicherweise schwächer ausfällt. Einige Beobachtungsstudien deuten auf einen Zusammenhang zwischen CYP1A2-Genotyp und langfristigem Diabetesrisiko hin, aber die Ergebnisse sind widersprüchlich. Die Evidenz ist insgesamt schwach und basiert meist auf Assoziationsstudien ohne klare Kausalität. Es gibt keine randomisierten kontrollierten Studien, die eine direkte Anpassung der Ernährung oder Koffeinaufnahme basierend auf dem CYP1A2-Genotyp zur Blutzuckerkontrolle empfehlen. Andere Faktoren wie Gesamternährung, Bewegung und Schlaf haben einen viel größeren Einfluss auf den Blutzucker. Ein Gentest auf CYP1A2 allein ist daher für die Blutzuckerregulation nicht aussagekräftig.
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