Die Frage nach Protein und Muskelaufbau bei Frauen ist berechtigt, da lange Mythen vorherrschten, Frauen bräuchten weniger Protein oder würden durch Krafttraining ‚zu muskulös‘. Die Evidenz zeigt: Frauen profitieren ähnlich wie Männer von einer ausreichenden Proteinzufuhr (ca. 1,6–2,2 g pro kg Körpergewicht pro Tag) in Kombination mit progressivem Krafttraining. Die individuelle Menge hängt von Trainingsintensität, Alter und Zielen ab. Wichtig ist die Verteilung über den Tag (3–4 Portionen) sowie die Qualität der Proteinquellen (tierisch und pflanzlich kombinieren). Ein DNA-Test kann einzelne Gene wie MSTN oder FTO analysieren, doch die Effekte sind klein und nicht handlungsleitend. Blutmarker wie Vitamin D, Eisen oder Kreatinin können sinnvoll sein, um Mängel auszuschließen. Caveat: Kein Test ersetzt eine individuelle Ernährungsberatung oder Trainingssteuerung. Die Studienlage ist moderat, aber nicht für jede Subgruppe (z. B. postmenopausal) ausreichend belegt. Marketingversprechen von ‚Gen-basierten Diäten‘ sind kritisch zu sehen.
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