wo ist selen enthalten — welche Symptome sind typisch?
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TIKKI Wissensantwort
Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das vor allem in Paranüssen (eine Nuss kann die Tagesdosis bereits überschreiten), Thunfisch, Sardinen, Eiern, Fleisch (vor allem Leber) und Vollkornprodukten vorkommt. Der Selengehalt von Pflanzen hängt stark vom Boden ab – in Europa sind die Böden oft selenarm. Typische Mangelsymptome umfassen die Keshan-Krankheit (Herzmuskelschwäche), die Kashin-Beck-Krankheit (Gelenk- und Knorpelschäden), Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Haarausfall und Nagelveränderungen. Ein leichter Mangel kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen, da Selen für die Umwandlung von T4 in T3 benötigt wird. Eine Überdosierung (Selenose) führt zu Knoblauchgeruch, Haarausfall, Nagelbrüchigkeit und Nervenschäden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 60 µg/Tag für Erwachsene. Da die Datenlage zu Nutzen und Risiken von Selenpräparaten uneinheitlich ist, sollte eine Supplementierung nur nach ärztlicher Rücksprache und idealerweise nach Blutspiegelmessung erfolgen. Die Evidenz basiert auf klinischer Praxis und Beobachtungsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien mit klarem Nutzen für Gesunde.
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