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wann ist ein test auf östrogen, progesteron und cortisol sinnvoll? — was ist evidenzbasiert?

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wann ist ein test auf östrogen, progesteron und cortisol sinnvoll? — was ist evidenzbasiert?

Die Messung von Östrogen, Progesteron und Cortisol ist nur in bestimmten klinischen Kontexten evidenzbasiert sinnvoll. Bei Frauen mit Zyklusstörungen, unerfülltem Kinderwunsch oder Verdacht auf PCOS kann die Bestimmung von Östradiol und Progesteron (z.B. an Zyklustag 3 oder 21) zur Diagnostik beitragen. Ein Cortisol-Test (Speichel, Serum oder 24h-Urin) ist indiziert bei Verdacht auf Cushing-Syndrom oder Nebenniereninsuffizienz. Für asymptomatische Personen oder zur „Optimierung“ des Hormonstatus fehlt die Evidenz – die Referenzbereiche sind breit und tageszeitabhängig. Viele kommerzielle Hormontests (z.B. Speicheltests für „Burnout“ oder „Wechseljahre“) werden ohne ärztliche Indikation angeboten, aber die Ergebnisse sind oft schwer interpretierbar und führen zu unnötigen Maßnahmen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie rät von solchen Selbsttests ab. Evidenzbasierte Anwendungen: Menopausediagnostik (FSH, Östradiol), Zyklusmonitoring, Stressachse-Diagnostik bei klaren Symptomen. Ohne ärztliche Begleitung ist ein Hormontest meist nicht sinnvoll.

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