FUT2 (Fucosyltransferase 2) bestimmt den sogenannten Sekretor-Status: Menschen mit einer funktionellen Variante („Sekretor“) produzieren fucosylierte Antigene auf Schleimhautoberflächen, die als Rezeptoren für bestimmte Bakterien und Viren dienen. Dies beeinflusst die Zusammensetzung des Darmmikrobioms, da einige nützliche Bakterien (z. B. Bifidobakterien) diese Zuckerstrukturen als Nahrung nutzen. Nicht-Sekretoren (homozygot für die inaktive Variante rs601338) haben ein erhöhtes Risiko für Morbus Crohn, aber ein geringeres für Typ-1-Diabetes. Zudem sind sie resistenter gegen Norovirus-Infektionen, da das Virus diese Antigene zum Eindringen benötigt. Die Evidenz stammt aus GWAS und Kohortenstudien – die Effekte sind moderat und nicht deterministisch. Ein DNA-Test auf FUT2 kann Hinweise auf die individuelle Darmflora geben, ersetzt aber keine ärztliche Diagnostik. Caveat: Die Mikrobiom-Zusammensetzung wird durch Ernährung, Medikamente und Umwelt stärker beeinflusst als durch die Genetik.
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