Der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) ist ein nukleärer Rezeptor, der die Genexpression unter anderem von Immunzellen reguliert. Polymorphismen wie FokI (rs2228570), TaqI (rs731236) oder BsmI (rs1544410) werden in kommerziellen DNA-Tests oft analysiert. Die Studienlage zu VDR und Allergien (Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis) ist jedoch heterogen: Einige Meta-Analysen zeigen schwache Assoziationen, andere finden keine signifikanten Effekte. Die Effektstärken sind klein, und die klinische Vorhersagekraft ist gering. Wichtiger als der Genotyp sind Umweltfaktoren, Vitamin-D-Spiegel und Lebensstil. Ein VDR-Test allein kann keine Allergie diagnostizieren oder eine personalisierte Therapie ableiten. Bei Verdacht auf Allergie sind etablierte Verfahren (Pricktest, IgE-Bestimmung) und ärztliche Abklärung notwendig. Die Evidenz basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien und GWAS; randomisierte kontrollierte Studien fehlen weitgehend. Daher ist die Aussagekraft für den Einzelnen begrenzt.
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