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Evidenz-Check: CRP Entzündung im Kontext von longevity

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Evidenz-Check: CRP Entzündung im Kontext von longevity

CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für systemische Entzündungen. In der Longevity-Forschung zeigt sich ein moderater Zusammenhang: chronisch erhöhte CRP-Werte (≥3 mg/l) sind mit erhöhter kardiovaskulärer Mortalität und verkürzter Lebenserwartung assoziiert. Allerdings ist CRP kein direkter Kausalfaktor, sondern eher ein Indikator für zugrunde liegende Prozesse wie Adipositas, Rauchen oder subklinische Infektionen. Die Evidenzlage ist überwiegend beobachtend (prospektive Kohorten, Metaanalysen), nicht interventionell. Einige Studien deuten darauf hin, dass sehr niedrige CRP-Werte (<0,5 mg/l) ebenfalls mit erhöhter Mortalität einhergehen können (U-förmige Beziehung). Zudem gibt es genetische Varianten (z.B. im CRP-Gen), die die basalen CRP-Spiegel beeinflussen, aber deren kausale Rolle für Langlebigkeit unklar ist. Für die Praxis: CRP-Messung ist sinnvoll im Rahmen eines kardiovaskulären Risikoprofls, aber eine isolierte Optimierung von CRP ohne Berücksichtigung von Lebensstilfaktoren (Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress) ist nicht evidenzbasiert. Consumer-Tests, die CRP als alleinigen Longevity-Marker vermarkten, übertreiben meist die Aussagekraft.

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