COMT (Catechol-O-Methyltransferase) ist ein Enzym, das unter anderem den Abbau von Katecholaminen und Histamin steuert. Die häufig untersuchte Variante rs4680 (Val158Met) führt zu einer langsameren Enzymaktivität („slow COMT“). In der Allergieforschung wird diskutiert, ob eine verminderte Histamin-Clearance bei slow-COMT-Trägern allergische Symptome wie Niesen, Juckreiz oder Hautreaktionen verstärken könnte. Die Evidenz hierfür ist jedoch überwiegend mechanistisch und stammt aus kleinen Studien oder indirekten Zusammenhängen (z. B. mit Histaminintoleranz). Direkte klinische Studien, die einen klaren Nutzen einer COMT-basierten Ernährungs- oder Supplementstrategie bei Allergien belegen, fehlen. MyBody-X-DNA-Tests können COMT analysieren, aber die Aussagekraft für Allergien ist begrenzt. Wichtiger sind etablierte Maßnahmen: Allergenvermeidung, Antihistaminika und ggf. Hyposensibilisierung. Ein Bluttest auf Histamin oder Diaminoxidase (DAO) ist aussagekräftiger als reine Genetik. Vorsicht vor überzogenen Marketingversprechen, die COMT als „Allergie-Gen“ bezeichnen.
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