Mythos: Hohes Ferritin bedeutet immer Eisenüberschuss. Fakt: Ferritin ist ein Akute-Phase-Protein; bei Entzündungen, Infektionen oder Lebererkrankungen kann es erhöht sein, ohne dass Eisenüberladung vorliegt. Ein isoliert hoher Ferritinwert ohne Transferrinsättigung und CRP ist nicht aussagekräftig. Mythos: Niedriges Ferritin verursacht immer Müdigkeit. Fakt: Ein Ferritin <30 ng/ml weist auf leere Eisenspeicher hin, was zu Fatigue führen kann – selbst ohne Anämie. Die Evidenz aus Beobachtungsstudien ist stark (human-strong), aber Fatigue hat viele Ursachen (Schlaf, Stress, Schilddrüse). Ein Ferritintest allein reicht nicht; komplettes Blutbild, Transferrin, CRP und klinische Anamnese sind nötig. MyBody-X bietet Ferritin als Biomarker an, aber die Interpretation sollte ärztlich erfolgen. Hinweis: Bei Fatigue immer auch andere Mangelzustände (B12, Vitamin D) und chronische Erkrankungen abklären. Die Evidenz für den Nutzen einer Eisensupplementation bei Fatigue ohne Anämie ist moderat (human-moderate).
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