Ein Fertility-Check misst primär Hormone wie FSH, LH, AMH und Östradiol, die für die Fruchtbarkeit relevant sind. Diese Werte können zwar indirekt auf hormonelle Störungen hinweisen, die auch Müdigkeit verursachen können (z. B. Schilddrüsen- oder Prolaktinprobleme), aber der Test ist nicht für die Abklärung von Fatigue konzipiert. Müdigkeit hat viele Ursachen – von Schlafmangel über Stress bis zu Nährstoffdefiziten oder chronischen Erkrankungen. Ein Fertility-Check allein liefert keine umfassende Diagnostik. Die Evidenz für einen Nutzen bei Fatigue ist daher schwach und basiert auf Marketingaussagen, nicht auf klinischen Studien. Sinnvoller ist eine ärztliche Abklärung mit gezielten Blutwerten (Eisen, Vitamin D, B12, TSH, Cortisol-Tagesprofil).
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