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Myths vs Facts: Homocystein und Langlebigkeit

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Myths vs Facts: Homocystein und Langlebigkeit

Homocystein ist ein schwefelhaltiges Aminosäure-Derivat, das im Stoffwechsel von Methionin entsteht. Erhöhte Spiegel gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber die Evidenz für einen direkten kausalen Effekt auf die Langlebigkeit ist schwach. Beobachtungsstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen hohem Homocystein und erhöhter Sterblichkeit, jedoch konnten randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit B-Vitaminen (Folsäure, B6, B12) keine Verlängerung der Lebensspanne nachweisen. Die Senkung von Homocystein durch Supplementierung verbessert zwar den Laborwert, aber nicht unbedingt die klinischen Endpunkte. Zudem kann eine übermäßige B6-Zufuhr neurotoxisch wirken. Genetische Faktoren wie FUT2-Varianten (Non-Secretor) beeinflussen die B12-Absorption und damit indirekt den Homocysteinspiegel, doch auch hier fehlen Langzeitstudien zur Lebensverlängerung. Fazit: Homocystein ist ein Marker, kein bewiesener Verursacher von Alterungsprozessen. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichender B-Vitamin-Versorgung aus der Nahrung ist sinnvoll, aber eine gezielte Supplementierung allein zur Senkung des Homocysteins ist nicht evidenzbasiert. Vorsicht vor übertriebenen Versprechungen der Anti-Aging-Industrie.

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