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Worauf achten bei Ferritin und fatigue?

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Worauf achten bei Ferritin und fatigue?

Bei Ferritin und Fatigue ist die Interpretation nicht trivial. Ferritin ist der Speicher für Eisen; ein niedriger Ferritinwert (<30 µg/L) weist auf leere Eisenspeicher hin, was eine häufige Ursache für Müdigkeit ist – selbst bei normalem Hämoglobin (funktioneller Eisenmangel). Allerdings ist Ferritin auch ein Akute-Phase-Protein: Bei Entzündungen, Infekten oder chronischen Erkrankungen kann es erhöht sein, selbst wenn die Eisenspeicher leer sind. Daher sollte immer auch das C-reaktive Protein (CRP) mitbestimmt werden. Ein hohes Ferritin (>200–300 µg/L) kann auf Eisenüberladung (Hämochromatose, z. B. HFE-Mutationen) oder auf eine Entzündung hinweisen – beides kann Fatigue verursachen. Genetische Tests auf HFE (rs1800562, rs1799945) können helfen, eine hereditäre Hämochromatose zu erkennen, aber die Penetranz ist gering; viele Träger entwickeln nie Symptome. Die Evidenz für Eisenmangel als Fatigue-Ursache ist stark (human-strong), für HFE-Mutationen moderat (human-moderate). Wichtig: Ohne begleitende Entzündungsmarker und Blutbild ist Ferritin allein nicht aussagekräftig. Bei anhaltender Fatigue sollte ein Arzt die Ursachen abklären – Eisen ist nur ein Puzzleteil.

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