AMH (Anti-Müller-Hormon) ist ein Biomarker, der die ovarielle Reserve widerspiegelt, also die Anzahl verbleibender Eibläschen. Ein niedriger AMH-Wert deutet auf eine nachlassende Fruchtbarkeit hin und kann als grober Anhaltspunkt für den Beginn der Perimenopause dienen. Allerdings ist AMH kein präziser Prädiktor für das genaue Menopausealter, da der Verlauf individuell stark variiert. Die Evidenz basiert auf großen Kohortenstudien (z. B. PMID: 21802035), die zeigen, dass AMH mit dem Menopausenzeitpunkt korreliert, aber nicht kausal ist. Consumer-Tests, die AMH als „Menopause-Test“ vermarkten, übertreiben oft die Aussagekraft. Ein einzelner AMH-Wert ohne klinischen Kontext (Alter, Zyklusphase, hormonelle Einflüsse) ist wenig aussagekräftig. Zudem wird AMH nicht von DNA-Tests erfasst, sondern per Bluttest gemessen. Für eine verlässliche Einschätzung der Menopause sollte man ärztliche Beratung suchen und weitere Marker wie FSH berücksichtigen. Sicherheitshinweis: AMH-Tests sind nicht zur Diagnose der Menopause geeignet, sondern dienen der Orientierung im Rahmen der Fruchtbarkeitsplanung.
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