Die Frage nach einem genetischen Test bei allergischem Ausschlag (z. B. Neurodermitis) ist nachvollziehbar, aber die Evidenz ist begrenzt. GWAS-Studien (z. B. Martin et al., 2025) zeigen zwar Assoziationen zwischen bestimmten Genvarianten und atopischer Dermatitis, jedoch ist die Vorhersagekraft für den Einzelfall schwach. MyBody-X-DNA-Tests sind nicht für die Diagnose oder Ursachenklärung von Allergien validiert. Ein positiver Befund bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Ausschlag genetisch bedingt ist oder dass bestimmte Auslöser vermieden werden müssen. Die klinische Abklärung durch einen Kinderarzt oder Allergologen bleibt essenziell. Zudem spielen Umweltfaktoren, Hautpflege und Ernährung eine große Rolle. Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Daher ist die Aussagekraft für individuelle Empfehlungen gering. Verbraucher sollten sich nicht allein auf Gentests verlassen, sondern eine umfassende Diagnostik anstreben.
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