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Worauf achten bei Homocystein und fatigue?

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Worauf achten bei Homocystein und fatigue?

Die Frage nach Homocystein und Fatigue ist komplex. Der MTHFR-Variant rs1801133 (A-Allel, ca. 24–33% in Europäern) reduziert die Folat-Umwandlung leicht, was bei manchen Menschen zu erhöhtem Homocystein führen kann. Ein erhöhter Homocysteinspiegel wird mit oxidativem Stress und Gefäßfunktion in Verbindung gebracht, was theoretisch Müdigkeit begünstigen könnte. Allerdings ist die Evidenz für eine direkte Kausalität zwischen MTHFR und Fatigue schwach – Fatigue hat viele Ursachen (Schlafmangel, Eisenmangel, Schilddrüse, psychische Faktoren). Ein Bluttest auf Homocystein ist aussagekräftiger als die reine DNA-Analyse. Erst bei tatsächlich erhöhtem Homocystein (>10–12 µmol/l) macht eine Supplementierung mit Methylfolat, B12 und B6 Sinn. Ohne erhöhten Wert bringt Methylfolat keinen belegten Nutzen und kann sogar Risiken bergen (z. B. Maskierung von B12-Mangel). Vorsicht vor Marketing, das MTHFR als alleinige Ursache für Fatigue darstellt. Empfehlung: Homocystein im Blut messen lassen, andere Fatigue-Ursachen abklären, Supplemente nur nach ärztlicher Rücksprache.

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