HbA1c (glykiertes Hämoglobin) ist ein etablierter Langzeit-Blutzuckermarker, der den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 2–3 Monate widerspiegelt. Er wird zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Diabetes mellitus eingesetzt. Ja, HbA1c kann helfen, den Blutzuckerstatus zu beurteilen – allerdings nicht als direkte Therapie, sondern als Messgröße. Ein erhöhter HbA1c-Wert (>6,5 % bzw. >48 mmol/mol) weist auf eine gestörte Glukosetoleranz oder Diabetes hin. Die Senkung des HbA1c durch Lebensstiländerungen oder Medikamente ist ein zentrales Therapieziel. Allerdings hat HbA1c Grenzen: Er kann durch Anämie, Hämoglobinvarianten, Niereninsuffizienz oder Schwangerschaft verfälscht werden. Zudem erfasst er keine akuten Schwankungen. Für eine vollständige Beurteilung sollten Nüchternblutzucker, oraler Glukosetoleranztest und kontinuierliches Glukosemonitoring ergänzend herangezogen werden. Die Evidenz ist stark (Leitlinien der ADA, WHO). Ein HbA1c-Test allein ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei auffälligen Werten ist eine ärztliche Abklärung zwingend erforderlich.
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