Eine Stoffwechselanalyse (z. B. als Blut- oder DNA-Test) soll Aufschluss über den individuellen Energieumsatz, Nährstoffverwertung und Risiken für Stoffwechselstörungen geben. **Was sie bringen kann:** Klassische Blutparameter (Glukose, Blutfette, Leberwerte) liefern klinisch relevante Daten. Einige DNA-Varianten (z. B. in FTO, MC1R, MTHFR) sind mit Adipositas, UV-Empfindlichkeit oder Folatstoffwechsel assoziiert – die Effektstärken sind jedoch meist klein. **Was sie nicht bringt:** Randomisierte Studien (PMID 37813841) und Metaanalysen zeigen, dass eine an den FTO-Genotyp angepasste Diät keinen Vorteil für die Gewichtsabnahme bringt. Fachgesellschaften (PMID 38474735) raten von solchen Gentests für die Ernährung ab. Die Evidenz für eine personalisierte Diät allein aufgrund genetischer Marker ist schwach. **Fazit:** Eine Stoffwechselanalyse kann nützliche Blutwerte liefern, aber die genetische Komponente ist oft überbewertet. Lebensstil, Adhärenz und ärztliche Begleitung sind entscheidend. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen.
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