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Ist Cortisol senken bei fertility sinnvoll?

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Ist Cortisol senken bei fertility sinnvoll?

Die Frage, ob eine Senkung des Cortisolspiegels bei Fruchtbarkeitsproblemen sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Cortisol, das wichtigste Stresshormon des Menschen, kann in chronisch erhöhten Konzentrationen die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse stören und so den Eisprung, die Spermienqualität und die Einnistung beeinträchtigen. Studien zeigen Assoziationen zwischen hohem Stressempfinden, erhöhtem Cortisol und verminderter Fertilität. Allerdings ist die Evidenzlage moderat: Es gibt keine großen randomisierten kontrollierten Studien, die belegen, dass eine gezielte Cortisolsenkung (z. B. durch Stressmanagement, Schlafoptimierung oder Supplemente wie Ashwagandha) die Fruchtbarkeit signifikant verbessert. Zudem ist Cortisol kein alleiniger Marker – die Fertilität wird durch viele Faktoren beeinflusst (Alter, Hormonstatus, Lebensstil). Ein Blut- oder Speicheltest auf Cortisol kann Hinweise geben, ersetzt aber keine umfassende reproduktionsmedizinische Abklärung. Die Aussagekraft solcher Tests ist begrenzt, da Cortisol tageszeitlichen Schwankungen unterliegt. Fazit: Stressreduktion ist generell gesundheitsfördernd und kann die Fruchtbarkeit unterstützen, aber eine isolierte Cortisolsenkung als „Fertilitätsmaßnahme“ ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen.

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