CYP1A2 ist ein Enzym, das hauptsächlich den Koffeinstoffwechsel steuert. Etwa 50 % der Bevölkerung sind langsame Metabolisierer (CYP1A2*1F-Variante). Studien zeigen, dass schnelle Metabolisierer von Koffein vor dem Training profitieren können (z. B. Ausdauer, Reaktionszeit), während langsame Metabolisierer eher Nachteile haben (erhöhte Herzfrequenz, Schlafstörungen). Der Effekt ist jedoch klein und stark individuell. Ein Gentest allein sagt nicht voraus, ob Koffein im Sport hilft – Faktoren wie Dosis, Gewöhnung und Trainingszustand dominieren. Zudem gibt es keine direkte Verbindung zwischen CYP1A2 und Muskelaufbau oder Kraft. Die Evidenz stammt aus Interventionsstudien, aber nicht aus großen GWAS. Daher: CYP1A2 kann indirekt über Koffein wirken, ist aber kein „Sportgen“. Die Nutzung als alleinige Entscheidungsgrundlage für Supplementierung ist nicht evidenzbasiert.
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