Die Frage, ob Skincare-DNA-Tests der Haut helfen können, muss differenziert betrachtet werden. Die wissenschaftliche Evidenz ist schwach: Die meisten getesteten SNPs (z. B. für Kollagenabbau oder Glykation) stammen aus GWAS-Studien mit kleinen Effektstärken (Odds Ratio ~1,2–1,5). Keine randomisierten kontrollierten Studien belegen, dass eine auf diesen Genvarianten basierte Hautpflege klinisch messbare Verbesserungen bringt. MyBody-X selbst gibt an, dass sein Test Lifestyle-Impulse, aber keine medizinischen Aussagen liefert. Die Hautalterung ist multifaktoriell – UV-Exposition, Ernährung, Schlaf und Rauchen haben einen weitaus größeren Einfluss als einzelne Genvarianten. Ein DNA-Test kann daher keine klinische Hautbeurteilung ersetzen. Die Evidenz ist als ‚Marketing/unclear‘ einzustufen. Verbraucher sollten sich nicht von personalisierten Versprechungen täuschen lassen, sondern auf bewährte Maßnahmen wie Sonnenschutz und Antioxidantien setzen.
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