hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein etablierter Marker für systemische Entzündungen, der vor allem im kardiovaskulären Risiko-Screening eingesetzt wird. Es gibt Hinweise aus Beobachtungsstudien, dass eine erhöhte hsCRP-Konzentration mit einer gestörten Darmbarriere („leaky gut“) und Dysbiose assoziiert sein kann – also indirekt mit der Darmgesundheit zusammenhängt. Allerdings ist hsCRP kein spezifischer Darmmarker; es reagiert auf viele Entzündungsquellen (Infektionen, Stress, Rauchen, Adipositas). Ein normaler hsCRP-Wert schließt Darmprobleme nicht aus, und ein erhöhter Wert allein erlaubt keine Darmdiagnose. Die Evidenz für einen direkten Nutzen von hsCRP zur Steuerung der Darmgesundheit ist schwach („human-moderate“). In der Praxis wird hsCRP eher im Rahmen von Herz-Kreislauf-Checks verwendet. Wer seine Darmgesundheit verbessern möchte, sollte stattdessen auf spezifischere Marker wie Calprotectin oder Zonulin achten und einen Arzt konsultieren. Die Aussagekraft von Einzelwerten ist begrenzt; Verlaufskontrollen sind sinnvoller.
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