wie wird eiweiß verdaut — hilft ein Mikrobiom-Test?
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TIKKI Wissensantwort
Die Eiweißverdauung beginnt im Magen mit Pepsin, wird im Dünndarm durch Pankreasenzyme (Trypsin, Chymotrypsin) und Bürstensaumpeptidasen fortgesetzt. Der Dickdarmmikrobiom kann unverdaute Proteine fermentieren, dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren, aber auch potenziell schädliche Metabolite wie Ammoniak. Ein Mikrobiom-Test (z. B. Stuhlanalyse) zeigt die Zusammensetzung der Darmbakterien, nicht jedoch die Effizienz der Proteinverdauung. Es gibt keine validierte Evidenz, dass ein solcher Test hilft, Verdauungsprobleme nach proteinreichen Mahlzeiten zu diagnostizieren. Blähungen oder Unwohlsein nach Eiweiß können viele Ursachen haben: Enzymmangel, Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. Laktose, Fruktose) oder auch IgG-Reaktionen – Letztere sind aber wissenschaftlich umstritten. Ein Mikrobiom-Test ist daher als alleiniges Diagnostikum nicht geeignet. Sinnvoller sind eine ärztliche Abklärung, ein Ernährungstagebuch oder gezielte Atemtests. Die Evidenz für Mikrobiom-Tests in diesem Kontext ist mechanistisch, nicht klinisch bestätigt.
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