Wie stark ist die Evidenz für LCT in der Nutrigenetik?
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TIKKI Wissensantwort
Die Evidenz für das LCT-Gen in der Nutrigenetik ist sehr stark. LCT kodiert das Enzym Laktase, das für die Verdauung von Milchzucker (Laktose) verantwortlich ist. Der häufig untersuchte Polymorphismus rs4988235 (C/T-13910) bestimmt, ob ein Mensch nach dem Kindesalter weiterhin Laktase produziert (Laktasepersistenz) oder nicht (Laktasemangel). Zahlreiche humane Studien, darunter große GWAS und funktionelle Analysen, belegen einen klaren Zusammenhang zwischen diesem Genotyp und der Fähigkeit, Laktose zu verdauen. Die Evidenz ist daher als human-strong einzustufen. Allerdings ist die Anwendung in der personalisierten Ernährung begrenzt: Die Genvariante sagt nur die Laktosetoleranz voraus, nicht aber andere Aspekte der Ernährung oder Gesundheit. Zudem spielen Faktoren wie Darmmikrobiom und individuelle Gewöhnung eine Rolle. Im bereitgestellten Kontext finden sich keine spezifischen Quellen zu LCT, daher basiert diese Einschätzung auf etabliertem Wissen der Nutrigenetik. Eine alleinige Genotyp-basierte Ernährungsempfehlung ohne Berücksichtigung weiterer Parameter ist nicht sinnvoll.
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