FUT2 (Fucosyltransferase 2) bestimmt den Sekretor-Status: Menschen mit einer funktionsfähigen Variante („Secretor“) scheiden ABO-Blutgruppenantigene in Körpersekreten aus, was die Darmmikrobiota beeinflusst. Studien zeigen, dass Non-Secretoren (inaktivierte FUT2-Varianten) eine geringere Diversität an Bifidobakterien und eine erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Darminfektionen haben können. Allerdings ist der Effekt moderat und wird durch Ernährung, Umwelt und andere Gene überlagert. Ein Mythos ist, dass FUT2 allein über die Darmgesundheit entscheidet – tatsächlich ist es nur ein Faktor unter vielen. Ein weiterer Mythos: FUT2-Tests aus DNA-Kits würden eine personalisierte Ernährungsstrategie ermöglichen. Die Evidenz reicht dafür nicht aus; klinische Relevanz ist unklar. Vorsicht vor überhöhten Versprechungen. Die Datenlage ist human-moderat, basiert auf Assoziationsstudien, nicht auf randomisierten Interventionen.
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