Der Omega-3-Index misst den Anteil von EPA und DHA in den roten Blutkörperchen und gilt als Marker für die langfristige Omega-3-Versorgung. Bei Allergien ist die Evidenzlage gemischt: Einige Studien deuten darauf hin, dass ein höherer Omega-3-Index entzündungshemmend wirken und allergische Reaktionen wie Heuschnupfen oder Asthma mildern kann, insbesondere wenn die Zufuhr bereits in der Schwangerschaft oder frühen Kindheit erfolgt. Allerdings ist der Omega-3-Index kein direkter Allergie-Test – er zeigt lediglich den Fettsäurestatus an. Ein optimaler Index (8–11 %) kann die Immunregulation unterstützen, aber individuelle genetische Faktoren (z. B. in FADS1/2 oder IL-10) beeinflussen, wie stark Omega-3-Fettsäuren wirken. Vorsicht: Sehr hohe Dosen Omega-3 (über 3 g/Tag) können die Blutgerinnung beeinträchtigen und sollten bei Blutungsneigung oder vor Operationen ärztlich begleitet werden. Ein MyBody-X-Test kann den Omega-3-Index messen, aber nicht die Allergieursache klären. Die Evidenz für eine direkte klinische Vorhersage von Allergien allein aus dem Index ist schwach. Sinnvoll ist die Kombination mit einem Allergietest (IgE) und einer Ernährungsanamnese.
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