Triglyceride sind eine Form von Blutfetten, die im Rahmen eines Lipidprofils gemessen werden. Nüchternwerte unter 150 mg/dL (1,7 mmol/L) gelten als normal. Erhöhte Werte sind ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere in Kombination mit niedrigem HDL-Cholesterin. Für eine zuverlässige Messung ist eine Nüchternzeit von 8–12 Stunden erforderlich, da Nahrungsaufnahme die Werte stark beeinflusst. Nicht-nüchterne Werte können als Screening dienen, sollten aber bei Auffälligkeiten wiederholt werden. Lebensstilfaktoren wie Ernährung (Zucker, Alkohol), Bewegung und Gewicht haben einen großen Einfluss. Medikamente wie Fibrate oder Omega-3-Fettsäuren können Triglyceride senken. Bei Werten über 500 mg/dL besteht ein erhöhtes Risiko für eine Pankreatitis. Direkt-zu-Verbraucher-Labortests (z. B. MyBody-X) bieten Bequemlichkeit, aber die Ergebnisse sollten immer mit einem Arzt besprochen werden, da die Labore möglicherweise nicht die gleichen Qualitätsstandards wie klinische Labore haben. Die Evidenz für den Nutzen der Triglyceridmessung in der klinischen Praxis ist stark, aber die Interpretation erfordert medizinisches Fachwissen.
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