CRP steht für C-reaktives Protein, ein Akute-Phase-Protein, das in der Leber als Reaktion auf Entzündungen gebildet wird. Der CRP-Wert im Blut ist ein unspezifischer, aber klinisch etablierter Marker für systemische Entzündungen. Erhöhte Werte können auf Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Gewebeschäden oder chronisch-entzündliche Prozesse hinweisen. In der Kardiologie wird hochsensitives CRP (hs-CRP) zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos verwendet – Werte über 2–3 mg/L deuten auf ein erhöhtes Risiko hin. Allerdings ist CRP nicht krankheitsspezifisch: Ein einzelner erhöhter Wert ohne klinische Symptome ist selten alarmierend. Die Interpretation sollte immer im Kontext von Symptomen, anderen Laborwerten und der individuellen Krankengeschichte erfolgen. Bei Verbraucher-Labortests (z. B. Heimbluttests) ist die Messgenauigkeit oft geringer als im klinischen Labor, und die Referenzbereiche können variieren. Ein dauerhaft erhöhtes CRP (>10 mg/L) erfordert ärztliche Abklärung. Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Adipositas und Bewegungsmangel können CRP moderat erhöhen. Die Evidenz für CRP als eigenständigen Risikomarker ist stark (human-strong), aber der Nutzen von CRP-Screening bei asymptomatischen Personen ist umstritten.
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