Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass Reis Gluten enthalte – das ist falsch, Reis ist von Natur aus glutenfrei. Verwirrung entsteht oft durch verarbeitete Reisprodukte, die mit glutenhaltigen Zutaten vermischt sein können. Ein weiterer Fehler betrifft die Genetik: Manche Menschen glauben, ein Gentest auf ‚Glutenunverträglichkeit‘ (z. B. HLA-DQ2/DQ8) könne eine nicht-zöliakische Glutensensitivität (NCGS) nachweisen. Tatsächlich zeigen diese Gene nur das Risiko für Zöliakie an, nicht für NCGS. Zudem wird oft übersehen, dass selbst bei nachgewiesener Zöliakie-Genetik eine Dünndarmbiopsie zur Bestätigung nötig ist. Auch die Vorstellung, dass ‚glutenfreie‘ Reisprodukte automatisch gesünder seien, ist irreführend – sie können mehr Arsen oder weniger Ballaststoffe enthalten. Die Evidenz für direkte genetische Einflüsse auf die Reisverträglichkeit ist schwach; die meisten Effekte sind mechanistisch oder basieren auf Praxisbeobachtungen. Sicherheitshinweis: Bei Verdacht auf Zöliakie sollte vor glutenfreier Diät ein Arzt konsultiert werden, da sonst die Diagnose erschwert wird.
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