Bei Nährstoff- und Allergietests für zu Hause (Blut, Speichel, Stuhl) ist Vorsicht geboten. Viele Tests messen einzelne Biomarker oder IgG-Antikörper gegen Lebensmittel, doch die klinische Aussagekraft ist oft gering. Ein Nährstoffcheck kann z. B. Vitamin-D- oder Eisenwerte anzeigen, aber die Ergebnisse schwanken tagesabhängig und sind ohne ärztliche Einordnung nicht diagnosefähig. Allergietests, die auf IgG statt IgE setzen, werden von Fachgesellschaften nicht empfohlen, da sie häufig falsch positive Ergebnisse liefern und zu unnötigen Diäten führen können. Auch DNA-basierte Tests für Nährstoffbedarf oder Allergieneigung haben meist nur kleine Effektstärken aus GWAS-Studien und ersetzen keine klinische Abklärung. Achten Sie darauf, dass der Test von einem akkreditierten Labor stammt und die Ergebnisse mit einem Arzt besprochen werden. Vermeiden Sie Tests, die konkrete Krankheitsdiagnosen versprechen. Evidenz: überwiegend Marketing, wenig klinische Validierung.
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