Die Anwendung von Testosteron bei Kindern ist medizinisch nur in eng definierten Fällen indiziert, z. B. bei angeborenem Hypogonadismus oder verzögerter Pubertät. Die Risiken umfassen vorzeitigen Epiphysenschluss mit Wachstumsstopp, Akne, Stimmungsschwankungen, erhöhtes Risiko für Schlafapnoe und langfristig unklare kardiovaskuläre Effekte. Die Grenzen liegen in der fehlenden Evidenz für ‚Anti-Aging‘- oder leistungssteigernde Anwendungen bei gesunden Jugendlichen. Genetische Tests (z. B. auf Androgenrezeptor-Polymorphismen) sind nicht geeignet, um einen Testosteronmangel zu diagnostizieren oder eine Therapie zu steuern. Die Studienlage ist schwach, viele Empfehlungen basieren auf Expertenkonsens. Vor jeder Testosteron-Gabe bei Minderjährigen ist eine endokrinologische Abklärung zwingend erforderlich.
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