Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das an zahlreichen Prozessen beteiligt ist, die für das Altern relevant sind: Immunfunktion, DNA-Reparatur, antioxidative Abwehr und Zellteilung. Ein optimaler Zinkstatus wird mit einer geringeren Entzündungslast und besserer Telomererhaltung assoziiert – beides Faktoren, die mit gesundem Altern in Verbindung stehen. Allerdings ist die direkte Evidenz, dass Zinksupplementation die Lebensspanne beim Menschen verlängert, schwach. Die meisten Daten stammen aus Zell- und Tiermodellen oder aus Beobachtungsstudien, die Assoziationen, aber keine Kausalität zeigen. Zudem kann zu viel Zink (z. B. >40 mg/Tag langfristig) zu Kupfermangel und neurologischen Störungen führen. Bei älteren Menschen mit nachgewiesenem Mangel kann eine Supplementierung sinnvoll sein, aber eine generelle Empfehlung zur Lebensverlängerung ist nicht evidenzbasiert. Vorsicht vor Marketingversprechen: Zink ist kein „Anti-Aging-Wundermittel“. Eine ausgewogene Ernährung mit zinkreichen Lebensmitteln (Austern, Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte) ist der sicherste Ansatz.
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