Die Frage nach einem direkten Zusammenhang zwischen dem FTO-Gen und Allergien ist wissenschaftlich nicht belegt. FTO (Fat Mass and Obesity-associated) ist vor allem für seine starke Assoziation mit Körpergewicht und Adipositas bekannt. Einige Studien haben indirekte Verbindungen vorgeschlagen: Adipositas kann Entzündungsprozesse fördern, die wiederum das Risiko für allergische Erkrankungen wie Asthma oder Heuschnupfen erhöhen könnten. Allerdings ist dies ein komplexer, multifaktorieller Zusammenhang, bei dem Umweltfaktoren, Ernährung und andere Gene eine weitaus größere Rolle spielen als FTO-Varianten allein. Direkte-to-Consumer-DNA-Tests, die eine Verbindung zwischen FTO und Allergien herstellen, übertreiben die Evidenz meist stark. Es gibt keine robusten GWAS- oder Interventionsstudien, die eine kausale Rolle von FTO bei Allergien belegen. Wer konkrete Allergiesymptome hat, sollte einen IgE-Bluttest oder einen Hauttest beim Arzt durchführen lassen – kein Gentest. Die Evidenz für eine FTO-Allergie-Verbindung ist als 'unclear' einzustufen.
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