Die Ursachen für einen aufgeblähten Bauch sind vielfältig und reichen von Ernährungsgewohnheiten (z. B. hastiges Essen, Kohlensäure, ballaststoffreiche oder FODMAP-reiche Lebensmittel) über Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktose, Fruktose, Gluten) bis hin zu einer gestörten Darmflora (Dysbiose). Auch Stress, hormonelle Schwankungen oder bestimmte Medikamente können Blähungen fördern. Ein Gentest auf den ADH1B-Marker rs1229984 zeigt, wie effizient Alkohol abgebaut wird – bei langsamer Verstoffwechselung kann Alkohol Blähungen begünstigen, ist aber nur ein kleiner Mosaikstein. Die Darmflora-Analyse (Mikrobiom-Test) kann Hinweise auf ein Ungleichgewicht geben, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung. Wichtig: Einzelne Genvarianten oder Mikrobiom-Befunde erklären selten allein die Symptome. Bei anhaltenden oder schmerzhaften Blähungen sollte ein Arzt organische Ursachen (z. B. Reizdarm, Zöliakie, entzündliche Darmerkrankungen) ausschließen. Die Evidenz für direkte genetische Ursachen von Blähungen ist schwach; Lebensstil und Ernährung dominieren.
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