Die Frage lässt sich zweifach interpretieren: ‚Kann Sport helfen, Triglyceride zu senken?‘ – ja, das ist gut belegt. Regelmäßige aerobe Bewegung (z. B. Ausdauertraining) senkt die Triglyceridkonzentration im Blut signifikant, vor allem wenn gleichzeitig die Kohlenhydratzufuhr moderat ist. Die Effekte sind dosisabhängig: Bereits 30 Minuten moderate Aktivität an den meisten Tagen verbessern die Blutfettwerte. Die zweite Lesart – ‚Hilft eine Senkung der Triglyceride der sportlichen Leistung?‘ – ist weniger klar. Sehr hohe Triglyceride können die Durchblutung beeinträchtigen, aber bei gesunden Sportlern bringt eine zusätzliche Senkung wahrscheinlich keinen Leistungsvorteil. Wichtig: Bei stark erhöhten Werten (z. B. >500 mg/dl) ist ärztliche Abklärung nötig, da ein hohes Pankreatitis-Risiko besteht. Die Evidenz für den Triglycerid-senkenden Effekt von Sport ist human-strong, für die Leistungssteigerung durch niedrige Triglyceride dagegen schwach. Ein Gentest auf Triglycerid-assoziierte Varianten (z. B. APOA5) hat nur kleinen Vorhersagewert und ersetzt keine Lebensstilmaßnahmen.
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