Die Verbindung zwischen COMT (Catechol-O-Methyltransferase) und Hautgesundheit wird oft überbewertet. COMT baut Katecholamine (Dopamin, Adrenalin) und Östrogene ab – eine verminderte Aktivität (z. B. rs4680, Val158Met) kann theoretisch den Östrogenspiegel beeinflussen, was wiederum Kollagenstoffwechsel, Pigmentierung und Entzündungsreaktionen der Haut modulieren könnte. Allerdings fehlen robuste klinische Studien, die einen direkten kausalen Effekt von COMT-Varianten auf Hautalterung, Akne oder Elastizität belegen. Viele Behauptungen aus der Nutrigenetik stützen sich auf mechanistische Modelle oder tierexperimentelle Daten, nicht auf randomisierte Humanstudien. Zudem wird der Einfluss einzelner Gene durch Umweltfaktoren (UV-Exposition, Ernährung, Hormonstatus) stark überlagert. Ein DNA-Test kann daher keine verlässliche Hautpflege-Empfehlung geben. Sinnvoller ist ein ganzheitlicher Ansatz: Sonnenschutz, ausgewogene Ernährung, Stressmanagement und ggf. Hormonstatus-Check. Evidenz: mechanistisch/unclear. Keine gesicherten klinischen Leitlinien.
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