Die Frage nach der Rolle von FTO für Allergien ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. FTO (Fat Mass and Obesity-Associated Gen) ist vor allem für seinen Einfluss auf den Body-Mass-Index (BMI) bekannt – Träger von Risikovarianten haben im Durchschnitt ein leicht erhöhtes Körpergewicht (ca. 0,3–0,5 kg/m² pro Allel). Einige GWAS-Studien haben auch Assoziationen zwischen FTO-Varianten und allergischen Erkrankungen wie Asthma oder atopischer Dermatitis gefunden, allerdings sind die Effekte klein und oft nicht BMI-unabhängig. Die Evidenz ist daher als ‚human-moderate‘ oder ‚gwas‘ einzustufen, da es keine robusten Replikationen oder mechanistischen Studien gibt, die eine direkte kausale Rolle von FTO in der Allergieentstehung belegen. Für die Praxis bedeutet das: Ein FTO-Gentest sagt nichts Sicheres über Ihr Allergierisiko aus. Lebensstil, Umwelt und andere genetische Faktoren spielen eine weitaus größere Rolle. Konsultieren Sie bei Allergieverdacht einen Allergologen und verlassen Sie sich nicht auf DNA-Tests allein.
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