Häufige Fehler bei Mikrobiom-Checks sind: 1) Überinterpretation von Einzelbefunden – die Zusammensetzung des Mikrobioms schwankt täglich und wird stark von Ernährung, Medikamenten und Stress beeinflusst. Ein einzelner Test liefert nur eine Momentaufnahme. 2) Fehlende Berücksichtigung der individuellen Baseline – ohne wiederholte Messungen oder klinische Symptome ist die Aussagekraft begrenzt. 3) Verwechslung von Korrelation und Kausalität – viele behauptete Zusammenhänge (z. B. zwischen bestimmten Bakterien und Blähungen) beruhen auf Beobachtungsstudien, nicht auf experimenteller Evidenz. 4) Überschätzung von Handlungsempfehlungen – direkte Supplement-Empfehlungen aus dem Test sind oft nicht durch randomisierte Studien gestützt. 5) Ignorieren von Störfaktoren wie Ballaststoffaufnahme, Medikamente (Antibiotika, PPI) oder Reisediarrhoe. Ein Mikrobiom-Check kann ein nützlicher Einstieg sein, sollte aber nie allein für Diagnosen oder Therapieentscheidungen herangezogen werden. Bei anhaltenden Beschwerden ist ärztliche Abklärung notwendig.
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