FTO (Fat Mass and Obesity-Associated Gen) ist vor allem für seinen Zusammenhang mit Adipositas und BMI bekannt. Einige Risikovarianten (z. B. rs9939609) erhöhen das Risiko für Übergewicht, was indirekt die Lebenserwartung beeinflussen kann – etwa durch erhöhte Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Direkte Langlebigkeitseffekte sind jedoch nicht belegt. Die Evidenz stammt aus großen GWAS und RCTs (z. B. PMID: 37813841), die zeigen, dass FTO den BMI moderat beeinflusst, aber keine spezifische Diät oder Lebensstilintervention vorschreibt. Für Langlebigkeit ist die Datenlage schwach: Es gibt keine robusten Studien, die FTO-Varianten direkt mit verlängerter Lebensspanne verbinden. Consumer-DNA-Tests wie MyBody-X analysieren FTO, aber die Ergebnisse sollten nicht als „Langlebigkeits-Gen“ fehlinterpretiert werden. Die tatsächliche Rolle von FTO für die Langlebigkeit ist indirekt und kontextabhängig – über Gewichtsregulation und Stoffwechsel. Eine gesunde Lebensweise bleibt entscheidend.
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