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Evidenz-Check: B12 im Kontext von Wechseljahre

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Evidenz-Check: B12 im Kontext von Wechseljahre

Vitamin B12 ist essenziell für die Blutbildung, das Nervensystem und den Energiestoffwechsel. In den Wechseljahren steigt das Risiko eines B12-Mangels nicht direkt durch die hormonelle Umstellung, sondern eher durch altersbedingte Veränderungen: Die Magensäureproduktion nimmt oft ab (atrophe Gastritis), was die Freisetzung von B12 aus der Nahrung erschwert. Hinzu kommen mögliche Diäten oder die Einnahme von Metformin (bei Insulinresistenz), die die B12-Aufnahme beeinträchtigen. Die Evidenz für einen kausalen Zusammenhang zwischen Menopause und B12-Mangel ist jedoch schwach – es handelt sich um Beobachtungsdaten, keine randomisierten Studien. Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder depressive Verstimmung können sowohl auf die Wechseljahre als auch auf einen B12-Mangel zurückgehen. Ein Bluttest (Holotranscobalamin, Homocystein) ist daher sinnvoll, bevor man hochdosiert supplementiert. Caveat: Hohe Dosen ohne Mangel können harmlos sein, aber eine zugrunde liegende perniziöse Anämie übersehen lassen. Evidenzgrad: human-observational.

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