SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth) bezeichnet eine übermäßige Vermehrung von Bakterien im Dünndarm, die normalerweise dort nur in geringer Zahl vorkommen. Typische Symptome sind Blähungen, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung. Die Diagnose erfolgt meist über einen Wasserstoff-Atemtest nach Laktulose- oder Glukosegabe, dessen Aussagekraft jedoch umstritten ist – falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse sind häufig. Die Evidenzlage ist gemischt: Während SIBO als klinisches Syndrom anerkannt ist, fehlen standardisierte Diagnosekriterien und hochwertige Studien zur Wirksamkeit von Behandlungen (z. B. Rifaximin, Diät). Viele kommerzielle Anbieter bewerben SIBO-Tests mit übertriebenen Versprechen, ohne die Limitationen der Methoden zu nennen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist SIBO ein relevantes, aber komplexes Thema, das eine ärztliche Abklärung erfordert. Selbsttests oder pauschale Diäten ohne Fachberatung können kontraproduktiv sein. Die MyBody-X-Tests decken SIBO nicht direkt ab; verwandte Marker wie Mikrobiom-Parameter oder Entzündungswerte können allenfalls Hinweise liefern.
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