Die Frage, ob das CLOCK-Gen bei Fatigue helfen kann, lässt sich mit der aktuellen Studienlage nicht klar beantworten. CLOCK (Circadian Locomotor Output Cycles Kaput) ist ein zentraler Regulator der inneren Uhr. Varianten in diesem Gen werden mit Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen und chronischer Müdigkeit assoziiert – jedoch meist in populationsbasierten GWAS mit kleinen Effektstärken. Es gibt keine randomisierten kontrollierten Studien, die zeigen, dass eine gezielte Intervention (z. B. Lichttherapie, Melatonin oder Nahrungsergänzung) basierend auf dem CLOCK-Genotyp Fatigue zuverlässig lindert. Die Evidenz ist daher als ‚unclear‘ einzustufen. Aus consumer-genetischer Sicht ist Vorsicht geboten: Viele Anbieter übertreiben die klinische Relevanz solcher Marker. Stattdessen sollten allgemeine Maßnahmen zur Schlafhygiene, Stressreduktion und Bewegung priorisiert werden. Ein Blutbild auf Eisen, Vitamin B12, Vitamin D und Schilddrüsenwerte ist bei Fatigue sinnvoller als ein Gentest auf CLOCK.
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