Kaffee und Tee gehören zu den weltweit am häufigsten konsumierten Getränken, und viele Menschen fragen sich, ob sie gesund sind. Die wissenschaftliche Evidenz ist gemischt: Moderate Kaffeemengen (3–4 Tassen täglich) werden mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten in Verbindung gebracht, vor allem aufgrund der enthaltenen Polyphenole und Antioxidantien. Allerdings reagieren Menschen unterschiedlich auf Koffein – genetische Varianten in CYP1A2 und ADORA2A beeinflussen den Abbau und die Wirkung. Tee, insbesondere grüner Tee, liefert Catechine, die entzündungshemmend wirken können. Wichtig ist, dass übermäßiger Konsum (z. B. >5 Tassen Kaffee) bei empfindlichen Personen zu Schlafstörungen, Angstzuständen oder Magenreizungen führen kann. Auch die Zubereitungsart spielt eine Rolle: Gefilterter Kaffee ist günstiger für die Blutfette als ungefilterter. Bei Tee können Gerbstoffe die Eisenaufnahme beeinträchtigen. Insgesamt sind beide Getränke bei maßvollem Genuss Teil einer gesunden Ernährung, aber individuelle Faktoren wie Genetik und Verträglichkeit sollten berücksichtigt werden. Die Evidenzlage ist überwiegend beobachtend, nicht alle Zusammenhänge sind kausal belegt.
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