Mythen vs. Fakten: tTG-IgA und Menopause Mythos: Die Menopause verursacht falsch-positive tTG-IgA-Werte. Fakt: tTG-IgA ist ein spezifischer Marker für Zöliakie. Es gibt keine robusten Belege, dass die Menopause allein zu falsch-positiven Ergebnissen führt. Allerdings können andere Autoimmunerkrankungen (z. B. Schilddrüsenentzündung) die Werte beeinflussen – und diese treten in der Perimenopause häufiger auf. Mythos: Nach der Menopause steigt das Zöliakie-Risiko. Fakt: Zöliakie kann in jedem Alter neu auftreten, aber die Menopause ist kein etablierter Risikofaktor. Die Symptome (Müdigkeit, Gelenkschmerzen) können mit Wechseljahresbeschwerden verwechselt werden, was die Diagnose verzögert. Fazit: tTG-IgA bleibt ein zuverlässiger Screening-Marker, aber bei postmenopausalen Frauen sollten Symptome im Kontext beider Zustände interpretiert werden. Ein positiver Test erfordert immer eine gastroenterologische Abklärung mit Dünndarmbiopsie. Die Evidenzlage ist begrenzt – es gibt keine großen Studien speziell zu tTG-IgA und Menopause.
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