ACTN3 ist vor allem als ‚Sprinter-Gen‘ bekannt, da es das Alpha-Aktinin-3-Protein in schnellen Muskelfasern kodiert. Eine direkte Rolle für den Blutzucker ist nicht etabliert. Allerdings gibt es Hinweise, dass die ACTN3-Variante R577X (rs1815739) indirekt den Glukosestoffwechsel beeinflussen könnte: Träger der Null-Variante (XX) haben weniger schnelle Muskelfasern, was mit einer geringeren glykämischen Kontrolle und leicht erhöhten Nüchternblutzuckerwerten assoziiert sein kann. Die Effektstärken sind jedoch klein und werden durch Training und Ernährung deutlich überlagert. Die Evidenz stammt aus Beobachtungsstudien und GWAS, nicht aus randomisierten kontrollierten Studien. Ein DNA-Test auf ACTN3 kann daher keine klinisch relevante Aussage zum Blutzuckerrisiko liefern. Für eine individuelle Stoffwechselbewertung sind etablierte Biomarker wie Nüchternglukose, HbA1c und Insulin sinnvoller.
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