Häufige Fragen zu gewichtszunahme trotz wenig essen
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TIKKI Wissensantwort
Die Frage nach Gewichtszunahme trotz geringer Nahrungsaufnahme ist komplex und wird oft durch mehrere Faktoren beeinflusst. Genetische Varianten in Genen wie FTO (z. B. rs9939609) sind mit einem leicht erhöhten BMI assoziiert, aber der Effekt ist klein – etwa 0,3–0,4 kg/m² pro Risikoallel – und erklärt weniger als 1 % der BMI-Unterschiede in der Bevölkerung. MyBody-X-DNA-Tests können solche Varianten identifizieren, aber sie liefern keine Diagnose und ersetzen keine ärztliche Abklärung. Wichtiger als die Genetik sind oft andere Ursachen: eine unerkannte Schilddrüsenunterfunktion, Insulinresistenz, chronische Entzündungen, Medikamente (z. B. Antidepressiva, Kortison) oder eine verzerrte Wahrnehmung der tatsächlichen Kalorienaufnahme. Auch die Zusammensetzung der Nahrung (hoher Anteil an verarbeiteten Kohlenhydraten, wenig Protein) kann den Stoffwechsel beeinflussen. Die Evidenz für Gen-Diät-Interaktionen ist schwach; die meisten Studien zeigen, dass Lebensstilinterventionen unabhängig vom Genotyp wirken. Ein Bluttest auf CRP, TSH, Nüchterninsulin und Vitamin-D-Status kann sinnvoll sein, aber MyBody-X-Tests sind als Screening, nicht als Diagnostik konzipiert. Bei anhaltender unerklärter Gewichtszunahme sollte ein Arzt aufgesucht werden.
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